Eltern Kind

Psychotherapie

Eltern Kind Psychotherapie

Selektiver Mutismus

Was ist selektiver Mutismus?

Selektiver Mutismus ist eine Angststörung, bei der ein Kind (oder seltener ein Jugendlicher oder Erwachsener) in bestimmten sozialen Situationen nicht spricht, obwohl es in anderen Kontexten – zum Beispiel zu Hause mit vertrauten Personen – normal kommunizieren kann. Das Schweigen ist nicht absichtlich und entsteht aus starker innerer Anspannung oder Angst, häufig im Zusammenhang mit sozialer Unsicherheit oder Schüchternheit. Die Betroffenen verfügen über normale sprachliche Fähigkeiten, können aber in bestimmten Umgebungen (z. B. in der Schule, im Kindergarten oder gegenüber fremden Menschen) keine Sprache hervorbringen. Selektiver Mutismus beginnt meist im frühen Kindesalter und kann, wenn er unbehandelt bleibt, zu sozialen Rückzugstendenzen, Schamgefühlen und Selbstwertproblemen führen.

Wie wird eine selektiver Mutismus behandelt?

Im Rahmen einer kognitiv Verhaltenstherapeutischen Behandlung wird mit dem betroffenen Kind nach und nach das Sprechen geübt. Die Eltern und das Umfeld (meist Kindergarten oder Schule) werden eng in die Behandlung eingebunden und in Bezug auf ihren Umgang mit dem selektiven Mutismus beraten. Sollten neben dem selektiven Mutismus auch noch weitere Probleme vorhanden sein, wie andere Angststörungen oder soziale Kompetenzdefizite, sollten diese unbedingt auch angeschaut werden.